So wurde der Tee entdeckt und in der ganzen Welt berühmt

Die Historie des Tees führt nach Asien. In China ist Tee ein Genussmittel. Ohne Teekultur würde in diesem Land etwas fehlen. Doch auch Europäer lieben das Heißgetränk.

Wir blicken auf die Kultur des Tees und wie er entdeckt wurde.

Im Jahr 221 vor Christus wurde bereits Tee in China genossen. Heute prägen Teegärten und Teeanbau das Land. Vor 5000 Jahren war aber vor allem die wohltuende Wirkung des Tees bekannt. Die teepflanze wurde also also als Heilmittel eingesetzt. Geschichten über die Entdeckung gibt es viele. Eine davon handelt von Kaiser Shen-Nung. Dieser trank aus hygienischen Gründen stets abgekochtes Wasser. Eines wunderschönen Tages wehte ein Blatt eines Teezweiges in sein heißes Wasser und verlieh ihm eine goldene Farbe. Shen-Nung war völlig fasziniert. Der erfrischende Geschmack begeisterte den Kaiser. Er verlieh dem neuen Getränk den Namen Tschai. Fortan trank er jeden Tag eine Tasse Tee.

Chinesisches Porzellan mit edlen Teeblättern
Zu den Anfangszeiten wurden die chinesischen Teeblätter in offenen Gefäßen gebrüht. In der Ming Dynastie ab 1368 n. Chr erlangten die Chinesen die Erkenntnis, dass das Ziehen der Blätter in siedendem Wasser die beste Lösung ist. Das Geschmacksergebnis war besser. Also wurde der Prozess umgestellt. Ein Gefäß mit Klappdeckel wurde benötigt, um die Hitze darin zu halten. Der erste Prototyp eines Teekessels entstand. Heute nennt es auch chinesisches Porzellan.

Die Teepflanze eroberte Japan
Zwischen 520 bis 800 nach Christus gelang das Aufgussgetränk durch buddhistische Mönche nach Japan. Die Zen-Meister entwickelten in ihren Klöstern die heute berühmten Teezeremonien. Schon damals wurde das heiße Genussmittel zum neuen Nationalgetränk. Und das ist bis heute so.

Im 17. Jahrhundert durfte auch Europa kosten
Das Tee-Monopol wurde im 17. Jahrhundert weiter durchbrochen. Die Holländer und Briten brachten die Blätter durch ihre Handelswege nach Europa. Der niederländische Hafen von Amsterdam kam 1610 als erster Ort in Europa in den Genuss von Grüntee. Gute 30 Jahre später fuhren die Holländer rund 100 Pfund der Ware nach England. Tea Party in Great Britain!

Der Engländer Thomas Garrington betrieb zu dieser Zeit einen „Coffee Shop" in London. Dort wurde sehr bald auch "Tea" ausgeschenkt. Zunächst gab es das neue Getränk nur für den Adel. Mit der Zeit erlangte das Heißgetränk solche Beliebtheit, dass Teehäuser entstanden.

Ostfriesentee ab Mitte des 17. Jahrhunderts
Deutschland solle im selben Jahrhundert das Teelicht der Welt erblicken. Über Holland kamen die Teeblätter nach Ostfriesland, wo sich eine eigene Teekultur entwickelte. Heute ist vor allem der friesische Schietwettertee beliebt bei Einheimischen und Gästen. 1778 versuchte der Preußische König Friedrich II den Teekonsum in Deutschland zu verbieten. Zum Glück war er erfolglos.
Das erste Teegeschäft Deutschlands wurde 1743 in der Marktstraße 27 in Hannover eröffnet. Zum Hintergrund: Hannover gehörte zu der Zeit zur britischen Krone.

Wo kommt denn Schwarztee her?
In England ist der Schwarztee sehr verbreitet und auch hierzulande wird er gerne getrunken. Grüntee und Schwarztee stammen beide von der gleichen Pflanze ab. Die Camellia Sinensis ist die Ursprungspflanze. Angebaut wird sie größtenteils in Indien. Zu den Gebieten zählen Darjeeling, Dooars und Assam. Es gibt noch ein weiteres Anbaugebiet in Sri Lanka. Es nennt sich Ceylon.

Wirtschaftliche Bedeutung des Teehandels
Der Teehandel hat bis heute eine große Bedeutung auf der Welt. Nicht nur in China, auch in Europa ist die Pflanze ein wichtiges Gut. 50.381 Tonnen wurden aus 67 Ländern weltweit 2018 nach Deutschland importiert. Und das trotz Trockenperioden. Eine positive Bilanz.

Wie viele Teesorten gibt es auf der Welt?
Es gibt über 3000 verschiedene Teesorten auf der Welt. Aus der Teepflanze lassen sich generell sechs Teesorten kreieren. Die Teesorten sind Schwarz, Grün, Gelb, Weiß und Oolong sowie Pu-Erh. Jede Sorte hat sehr viele Ausprägungen. Dadurch ergibt sich die hohe Anzahl.